Subjektive Wahrnehmung von Realität

Über die subjektive Wahrnehmung von Realität und ob diese in Bezug zur Gesundheit steht. Oder anders formuliert, hat die Wahrnehmung meiner Realität einen Einfluss auf meine Gesundheit?

Hallo Zusammen,

hier nun mein erster Blog-Eintrag. Er befasst sich damit, ob alternative Wege zur Gesundheit hilfreich sein können, wenn man in Schieflage geraten ist und die angewandten Maßnahmen nicht (mehr) funktionieren.

Wenn du nicht bereits bist, dein Leben zu ändern, kann dir nicht geholfen werden.

Hypokrates 460 - 377 v.Chr.

Ich möchte damit aufzeigen, wie alte Gewohnheiten der Genesung im Wege stehen können, und wie eine Änderung dieser die Gesundheit unterstützen kann, wenn wir unseren Blick auf die Welt erweitern und damit unser Bewusstsein vergrößern.

In den zurückliegenden Weiterbildungen, die ich zu dem Themenfeld „Alternative Wege zur Gesundheit“ besucht habe, kam es immer wieder zu Erfahrungen, die Teilen meiner Sichtweise, wie ich dachte, das etwas sein sollte, widersprachen. Dieses anzuschauen und ggf. einen Wandel zuzulassen, brauchte und braucht seine „Verdauungs-Zeit“, mal mehr und mal weniger, je nachdem wie weit es von meiner Norm entfernt war bzw. ist.

Mein erstes Aha-Erlebnis hatte ich vor vielen Jahren beim Tai Chi. Dabei habe ich mich erstmalig als „energetisches Wesen“ gespürt, was ich zuvor nicht kannte. Das war zuerst verwirrend, aber auch zutiefst richtig und hatte ein Gefühl von Angekommen sein. Später folgten dann die Begleitung sowie Beobachtungen bei KursteilnehmerInnen, wie sie diese Energie bei sich erlebten.

Die meisten Weiterbildungen trugen dazu bei, dass mein Blickwinkel sich etwas veränderte. So kam dann eine neu gemachte Erfahrung in den Praxis-Test. Wenn es dort auch „funktionierte“, kam es mit in meinen „Behandlungskoffer“. So sind mit der Zeit einige Konzepte in meinem Koffer gelandet, die sich in meiner Praxis bewährt haben.

Das Durchlaufen der Mindflow-Seminare und die Erfahrungen mit diesen Techniken in ihrer Anwendung haben erneut für eine größere „Verdauungszeit“ gesorgt. In dieser Zeit Dinge zu hinterfragen, die man als real annahm, brachte wieder alten Zweifel an die Oberfläche. Das macht auch Sinn, da die Antworten meistens anders ausfallen, als das was mein ’Konzept’ hören wollte. Das ver-rückt einen von der Norm.

Dazu kommt mir das „Höhlengleichnis von Platon“ in den Sinn. Wollten wir wirklich etwas verändern, müssten wir die Höhle verlassen, um unsere Realität zu verändern. In der Höhle etwas zu verändern oder sie zu verlassen macht uns Angst, daher liegt es uns meistens fern, und wir erhalten und schützen den „Status Quo“. Das macht Veränderung so gut wie unmöglich, d.h. wir behalten unsere Sichtweisen und damit auch unsere Realität, was erst mal nicht negativ sein muss.

Oder mit den Worten von Deepak Chopra:

Heilung bedeutet Realität zu verändern. Und wenn wir die Realität – die sich ja ohnehin permanent wandelt – verändern möchten, müssen wir die Dinge ändern, die unsere Realität in der jetzigen Form festhalten: unsere unbewussten Gewohnheiten – und zwar auf allen Ebenen! Im Denken, Fühlen, und Handeln, im Zellgedächnis und im Familienfeld…

Mein Fazit:

Je nachdem in welchem System ( Land, Kultur, Religion, Familie etc.) wir aufgewachsen sind, scheint dieses eine „Rahmenrealität“ vorzugeben. Wenn wir diese Rahmenbedigungen verinnerlicht haben, erleben, speisen und schützen wir unsere „Realität“, und tun uns meistens schwer, andere Realitäten zu akzeptieren bzw. unsere Realität zu verändern. So entsteht der Eindruck, dass wir in der Höhle unverrückbar festzusitzen scheinen, bis in uns Schmerzen oder Leid so anwachsen können, dass wir uns gegen diesen inneren Widerstand auf den Weg machen, um zu schauen, ob es da nicht doch noch etwas anderes gibt.

Gibt es einen Weg zu handeln, bevor in uns Schmerz und Leid so angewachsen sind? Aus meinem Erleben, nein und ja. In unserer Kultur scheinen wir nur über diesen „Schmerz“ in das Handeln zu kommen. So kann uns dann der Schmerz eine Möglichkeit offenbaren, im Sinne von „Krankheit als Weg“, etwas zu ändern.

Um welches Problem (Projekt) es sich auch handelt - es lohnt sich, andere Standpunkte dazu einzunehmen! Und vielleicht wird dann aus dieser Bereitschaft und dem Zweifeln ein offenbaren.

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Dirk Miß


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